Die Arbeit in der Modelbranche kann spannend, kreativ und profitabel sein. Hinter jedem Foto- oder Videodrehvorgang oder -event verbergen sich jedoch eine Reihe rechtlicher Nuancen, die sowohl für Anfänger als auch für Profis zu berücksichtigen sind. Dies ist insbesondere im Kontext der Digitalisierung, der zunehmenden Verwendung von Modellen in Videoinhalten, zur Erstellung von KI-Avataren und der Verwendung von Bildern für Werbe- und kommerzielle Zwecke relevant. Wir sagen Ihnen, wie Sie Risiken vermeiden und die Kontrolle über Ihre Karriere behalten.

 

Rechtsstatus des Modells

Models können auf unterschiedlichen Rechtsgrundlagen zusammenarbeiten:

  • als Selbständiger;
  • als Einzelunternehmer;
  • im Rahmen eines Arbeitsvertrags (über eine Agentur);
  • im Rahmen von Einmalverträgen (zivilrechtlicher Vertrag, sog. Einmalvertrag handeln).

Die Wahl hängt weitgehend von 1) der Häufigkeit und Systematik dieser Aktivitäten, 2) der Höhe der jährlichen Einkünfte und 3) den Kunden (Einwohner/Nicht-Einwohner, Einkommensteuerzahler/Alleinstehende) ab.

 

Der Vertrag ist die Grundlage des Rechtsschutzes

Ein rechtssicherer Vertrag ist die Grundlage für den Schutz eines Modells.

Modelle funktionieren meistens nach:

  • Einmalige Verträge (für Fotoshootings, Werbung, Videoclips).
  • Langfristige Vereinbarungen (mit Agenturen oder Marken).
  • Spezifische Verträge (für KI-Avatare, Spiele, digitale Projekte).

Es ist wichtig, im Vertrag Folgendes festzulegen:

  • Bedingungen für die Teilnahme an den Dreharbeiten (Datum, Ort, Thema);
  • klare Beschreibung des Arbeitsformats (Foto, Video, 3D-Scan);
  • Betrag und Zahlungsmodalitäten;
  • Nutzungsbedingungen des Bildes (Werbung, soziale Netzwerke, Spiele);
  • Rechte zur kommerziellen Nutzung in digitalen Projekten (z. B. für NFT oder KI);
  • Rechte zur Nutzung von Bildern und Videos (einschließlich Laufzeit, Gebiet, Nutzungsformat, Möglichkeit der Übertragung an Dritte);
  • Angabe der Übertragung von Eigentumsrechten (falls erforderlich);
  • Einschränkungen bei der Verwendung von Materialien (z. B. ein Verbot erotischer oder politischer Nutzung).

Enthält der Vertrag keine klaren Bestimmungen, ist eine unbefugte Verwendung der Fotos oder Videos zu jeglichem Zweck möglich.

 

Rechte an Fotos und Videos

Das Bild einer Person darf nur mit deren Einwilligung verwendet werden. Ausgenommen hiervon sind öffentliche Veranstaltungen sowie Fälle, in denen eine Person gegen Entgelt posiert hat und eine entsprechende Vereinbarung geschlossen wurde.

Zum Schutz der Modelle ist es wichtig:

  • geben Sie Ihre schriftliche Zustimmung zur Verwendung des Bildes;
  • Unterzeichnen Sie Vereinbarungen, in denen der Umfang der übertragenen Rechte festgelegt wird.
  • kontrollieren, wo und wie Inhalte verwendet werden;
  • Im Falle einer Verletzung Ihrer Rechte fordern Sie rechtlichen Schutz , einschließlich der Forderung nach Entfernung des Materials oder Zahlung einer Entschädigung.

 

So schützen Sie sich:

  • Nehmen Sie in den Vertrag eine Klausel auf, die die Übertragung von Rechten an Dritte verbietet.
  • Registrieren Sie Urheberrechte für einzigartige Bilder (z. B. für Avatare).
  • Verlangen Sie für jede neue Verwendung des Bildes eine schriftliche Zustimmung.

 

Verwendung von Bildern in KI- und digitalen Projekten

Heute werden Bilder und Videos von Models aktiv genutzt:

  • zum Erstellen digitaler Avatare und KI-Modelle;
  • in Videospielen und 3D-Inhalten;
  • in Social- und Werbevideos.

Hierzu bedarf es zusätzlicher Regelungen: Der Vertrag muss die Art der Nutzung sowie die Bedingungen und Konditionen der Datenübertragung explizit festlegen. Andernfalls können die Rechte des Models verletzt werden.

 

Empfehlungen von Zilver-Anwälten:

  1. Unterzeichnen Sie Verträge auch für einmalige Shootings.
  2. Übertragen Sie keine Exklusivrechte ohne angemessene Vergütung.
  3. Unterschreiben Sie keine Verträge ohne Anwalt.
    Selbst Musterverträge können versteckte Bedingungen enthalten (beispielsweise eine unbefristete Lizenz zur Nutzung eines Bildes oder ein unbegrenztes Format zur Nutzung eines Bildes).
  4. Halten Sie alle mündlichen Vereinbarungen fest,
    beispielsweise durch Zusatzvereinbarungen oder elektronischen Schriftverkehr.
  5. Überwachen Sie die Verwendung Ihres Bildes:
    Fordern Sie von Kunden Berichte darüber an, wo und wie Ihre Fotos/Videos verwendet werden.
  6. Bewahren Sie Kopien aller Verträge und Vereinbarungen auf.
  7. Besprechen Sie digitale Rechte separat,
    insbesondere wenn das Projekt mit KI, Gaming oder Blockchain zu tun hat.
  8. Einhaltung der Steuergesetze.

Wenn Sie nicht über die erforderlichen Kenntnisse oder die Lust verfügen, sich mit der Meldung und Zahlung von Steuern zu befassen, überlassen Sie dies externen Buchhaltern.

 

Wann sollte man einen Anwalt kontaktieren?

  • Ihnen wird Ihr Honorar nicht ausgezahlt oder Ihre Fristen werden nicht eingehalten.
  • Ihr Foto wird ohne Erlaubnis verwendet.
  • Sie beteiligen sich an einem unseriösen Projekt und möchten dessen Rechtmäßigkeit überprüfen.
  • Für die Zusammenarbeit mit ausländischen Kunden ist es notwendig, einen „idealen“ Vertrag auszuarbeiten.

Zilver Legal Team wird helfen:

  • Die Verträge zu erstellen und überprüfen .
  • Immaterialgüterrechte an Bildern zu registrieren.
  • Вшу Entschädigungen für die illegale Verwendung von Fotos/Videos anнгаordern.
  • Вшу Streitigkeiten mit Agenturen und Kunden zu lösen.

 

 

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